Yogalehrerin für traditionelles Hatha-Kundalini-Yoga
Traditionelles Yoga trifft auf traumasensible Bindungsarbeit. Körperregulation und klärende Bindungsgespräche wirken zusammen - für mehr innere Sicherheit, Verbundenheit und Freiheit.
Tag 2 · 3. November 2026 · 14:30 Uhr · Wie nehme ich wahr? · Diamond Rising Online Congress 2026
Julia Kohl unterrichtet traditionelles Hatha-Kundalini-Yoga. Sie folgt damit einem Weg, der sich bewusst vom modernen Fitness- und Lifestyle-Yoga unterscheidet.
Sie bezeichnet sich als Intensivschülerin von Reinhard Gammenthaler und verortet ihre Praxis in der Tradition von Swami Dhirendra Brahmachari. Im Mittelpunkt ihres Unterrichts stehen nicht spektakuläre Körperhaltungen und nicht möglichst grosse Beweglichkeit, sondern Atem, Aufmerksamkeit und Präsenz. Pranayama, Bandhas und traditionelle Asanas bilden die Grundlage ihrer Arbeit.
Ihr eigener Weg zum Yoga begann 2013, in einer persönlichen Krise. In einem Porträt aus dem Jahr 2022 beschreibt sie diese Zeit als einen Punkt, an dem Körper und Seele nicht mehr mitmachten. Ihre erste Yogastunde führte sie zu Reinhard Gammenthaler. Sie blieb neun Jahre bei ihm und entschied sich 2016, ihr Leben konsequent dem Yoga zu widmen.
Was zunächst ein persönlicher Weg war, wurde mit der Zeit zu ihrer eigenen Arbeit. Heute unterrichtet Julia traditionelles Hatha-Kundalini-Yoga online sowie in Berlin und Werder. Neben regelmässigen Yogastunden bietet sie Einzelbegleitungen, einen Online-Kurs und mehrtägige Seminare an.
Der Atem zuerst, dann der Körper.
Dieser Satz steht auf ihrer Website und bringt ihre Haltung auf den Punkt. Für Julia beginnt Yoga nicht mit der Frage, wie weit ein Körper gedehnt werden kann. Es beginnt damit, wahrzunehmen: den Atem, den Körper, die eigene Unruhe. Und das, was sichtbar wird, wenn wir aufhören, ständig etwas leisten zu wollen.
Ihre Arbeit ist geprägt von Disziplin und einer konsequenten Hinwendung zur ursprünglichen Praxis.
Damit stellt sie eine Frage, die weit über Yoga hinausgeht: Was verändert sich, wenn wir lernen, unserem Körper und unserer eigenen Wahrnehmung wieder genauer zuzuhören?
Mit Julia geht es in diesem Beitrag nicht um Yoga als Fitnessprogramm und nicht um Yoga als Heilsversprechen. Im Mittelpunkt steht die ursprüngliche Praxis und die Frage, was Atem, Körper und Aufmerksamkeit mit unserer Wahrnehmung machen.
Julia gibt Einblick in eine Form des Yoga, in der Pranayama und Körperarbeit nicht voneinander getrennt werden und in der Yoga als langfristiger innerer Weg verstanden wird, nicht als schnelle Methode zur Selbstoptimierung.
Dabei gehen wir genau dorthin, wo dieser Kongress interessant wird: Was erleben wir tatsächlich, und wie deuten wir diese Erfahrung?
Julias Beitrag verbindet gelebte Tradition mit kritischer Offenheit. Nicht mit der Vorgabe, was Yoga bewirken muss. Sondern mit der Einladung, genauer hinzusehen, zu spüren und selbst zu unterscheiden.
Zum Diamond Rising Online Congress 2026, 2. bis 6. November 2026
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